25.05. - 29.05. Kunming
Den Weg nach Kunming haben wir zur Abwechslung mit dem Zug zurückgelegt. Von Chengdu nach Kunming sind es etwa 16 Stunden Fahrt. Also ging es abends um 5 los und dann im Schlafwagen. Chinesische Züge sind in 4 Klassen eingeteilt: Hartsitzer, Weichsitzer, Hartschläfer und Weichschläfer. Aus Kostengründen haben wir uns für den Hartschläfer entschieden. 16 Stunden sitzen will man ja auch nicht. Und für eine Nacht ist der Hartschläfer eigentlich auch nicht schlecht. Man hat sein Bett und um 10 geht das Licht aus. Danach ist eigentlich alles ruhig und man kann gut schlafen. Wir hatten allerdings auch Glück und im näheren Umfeld gab es keinen Schnarcher…
In Kunming wurden wir dann von einer Angestellten des Hostels abgeholt, so dass wir das Hostel nicht noch groß suchen mussten. Sehr praktisch, da das Hostel nicht wirklich einfach zu finden ist. Aber sonst ist sehr schön. Große Zimmer, schöne Bar mit Pooltisch und genau im Stadtzentrum.
Anschließend ging es zum Jadegrünen Seepark. Hier kann man das wirkliche Leben der Chinesen sehen. Ältere Leute tanzen, machen TaiChi, singen und machen Musik. Ein sehr schöner Anfang für Kunming.
Die Provinz Yunnan ist berühmt für ihren Tee und daher konnten wie es uns natürlich auch nicht nehmen lassen in einem Teeladen verschiedene Sorten zu probieren und natürlich auch welchen zu kaufen.
Am nächsten Tag ging es auf den XiShan (Westberge). Mit dem Bus kann man an den Fuß des Berges und dann hochlaufen, oder mit einem der vielen Privatbusse ans Longmen (Drachentor) laufen. Natürlich sind wir gewandert.
Bis zum LongMen waren dann auch nicht wirklich viele Menschen unterwegs und man hatte eigentlich seine Ruhe, außer die gelegentlichen Wanderern mit Lautsprechern im Rucksack.
Am LongMen waren dann auch wieder mehr Menschen und mit vielen anderen sind wir dann ganz oben auf den Berg gelaufen.
Den Weg nach unten haben wir dann mit dem Sessellift angetreten und von dort mit dem Bus direkt nach Kunming. Ein Privatbus kostet für 2 Leute 80 Yuan!! Der eigentliche Bus in die Stadt 7 Yuan pro Person!!! In China muss man wirklich aufpassen. Nie in ein privates Auto einsteigen. Man wird nur über den Tisch gezogen.
Abends gabs in der Stadtmitte dann noch eine Modenschau von GD&ZS, Männermode. Ein guter Abschluss des Tages.
Am nächsten Morgen ging es mit 2 Mädels aus Singapur im gemieteten Bus in den Shilin (Steinwald). Auf Grund Jahrhunderte langer Erosionen ist hier eine Steinlandschaft entstanden, die wirklich imposant ist.
Nachdem wir uns erst mit Massen von chinesischen Reisegruppen durch die Hauptattraktionen geschoben haben, sind wir außerhalb der Ringstraße durch die weniger besuchten Bereiche gewandert. Und im völlig überlaufenen China haben wir es wirklich geschafft 2 Stunden zu wandern, ohne einen Chinesen zu treffen.
Viele der Steine hatten eine sehr bestimmte Form und haben über die Jahre auch Namen bekommen. Sieht das hier nicht aus wie Mutter und Kind??
An dem Abend gab es dann in der Stadt noch verschiedene Konzerte.
Den Bambustempel in Kunming ist zwar ganz schön, dort hinzukommen ist allerdings gar nicht so einfach. Erst fährt man mit einem Bus in den äußeren Bereich der Stadt, und dann muss man mit einem extra Bus weiterfahren, in der Regel einem 20 Sitzer oder ähnlich. Unterwegs wird man dann am Tempel oder wo man sonst will rausgeschmissen. Ohne Haltestellen!!
Auf dem Rückweg saßen wir dann auf dem Boden, da keine Sitze mehr freiwahren und dann wurden halt noch 8 Hocker in den Gang gestellt, auf die man sich dann setzen konnte. Leider waren sie nicht sehr stabil und in jeder Kurve habe ich nur darauf gewartet, dass der Hocker gleich unter mir wegrutscht. Wir haben es dann wieder heile in die Stadt geschafft.
An dem Abend haben wir noch mit anderen aus dem Hostel ein paar Karten und Würfelspiele gespielt. Am Ende sind wir dann an einem chinesischen Tisch gelandet, die dann auch großzügig ihren Alkohol mit uns geteilt haben^^… Und nachdem die Bar um 2 Uhr morgens zu gemacht hat und die anderen Westler auf ihrer Reise noch nie Karaoke singen waren, ging es dann noch bis morgens um 6 ins KTV, der Lieblingsbeschäftigung vieler Chinesen.
Am letzten Tag letzten Tag sind wir nach dem Auschecken nur noch auf den Vogel und Blumenmarkt gegangen, auf dem heute aber auch viele andere Sachen verkauft werden, wie Schmuck, Taschen, Souveniers…
Und dann ging es wieder nach Hause ins eigene Bett, das leider nicht so bequem war, wie das im Hostel.